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By Hermann Lübbe

Die Zukunft der modernen Industriegesellschaft hängt letztlich nicht von ökonomischen, vielmehr von kulturellen und politischen Faktoren ab. Das erfahren heute alle, die in Wirtschaft und Verwaltung, in Politik und Wissenschaft für diese Zukunft einstehen. Im vorliegenden Buch wird zunächst die gewandelte Einstellung in der Bevölkerung zu ihren industriegesellschaftlichen Lebensgrundlagen untersucht; die Ursachen reichen weit über die uns bedrängenden ökologischen Probleme hinaus. Dennoch bringen sich Wohlfahrt und Freiheit unverändert als Lebensvorzüge der modernen Industriegesellschaft zur Geltung. Der Aufbruch im Bereich des ehemaligen Sozialismus demonstriert das eindrucksvoll. Als orientierungspraktisch-kulturelle Konsequenz ergibt sich: Verlangt ist nicht die Suche nach großen alternativen Gesellschaftsentwürfen, vielmehr politische, ökonomische und wissenschaftlich-technische Steuerungskunst unter den moralischen und kulturellen Zielvorgaben des Gemeinsinns.

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Dazu die Statistik der Aufwendungen fUr Forschung und Entwicklung im Bundesbericht Forschung 1984. Herausgeber: Der Bundesminister fUr Forschung und Technologie. Bonn 1984 44 Als reprlisentativen Titel cf. hierzu Andrei S. MARKOVITS, Karl W. ): Fear of Science - Trust in Science. Conditions for Change in the Climate of Opinion. ), K6nigstein/Ts. 1980 43 40 3. Griinde veranderter Einstellung I es in kultureller oder politischer Hinsicht eigentlich ausmacht, ob wir uns iiber die Wirklichkeit, in der wir leben, im wissenschaftlichen Weltbild von gestern versUindigen oder in jenem Weltbild, das uns statt dessen heute als das wahrscheinlichere offeriert wird.

Desgleichen ist nicht einzusehen, wieso die Alternative zwischen einem am Ende seiner Expansion schwerkraftabhangig in sich zuriicksinkenden Kosmos einerseits und einem kontinuierlich expandierenden Kosmos andererseits 47 von geringerer Dramatik sein solI als die Alternative zwischen der Zentralstellung oder der Randste11ung un serer Erde im Verhaltnis zur Sonne. 1 Eine scheinbare Ausnahme: Intelligenzmessung und Menschenrechte Dieser wissenschaftskulturgeschichtlichen Gegenwartslage entsprechend muB man lange suchen, urn auf Falle zu stoBen, die anderes zu bekunden scheinen.

1m Kontrast dazu bevorzugt die Staatsheraldik, statt friedlicher Werkzeuge und Gerate, als Symbole der Herrschaftsmacht die groBen bewaffneten Tiere - die Adler, Baren und Lowen. Hat man den aufdringlichen Sinn dieser heraldischen Antithetik gegenwartig, so erkennt man zugleich den philosophisch-politischen Sinn jener heraldischen Revolution, die den machthabenden Sozialismus Arbeitsgerate, namlich Hammer und Sichel, an die Stelle von Machtsymbolen hat setzen lassen. Hammer und Sichel - das sind gewiB grobe, sozusagen archaische Geratschaften, aber eben deswegen fur Symbolisierungszwecke besonders geeignet.

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