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By Sabine Ebert

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Sie sprach ein kurzes Gebet, dann schob sie die Felle beiseite, mit denen die Kreißende zugedeckt war, und untersuchte sie mit sanften, aber geschickten Händen. Serafine hatte ihr beigebracht, den geschwollenen Leib genau von außen zu erkunden. »Nur mit äußerster Vorsicht darf man mit der Hand in den Leib der Gebärenden gehen«, hatte sie ihr immer wieder eingeschärft. « Wenn sie unter sich waren und Heiltränke brauten, hatte die alte Fine oft von Hebammen berichtet, die den Frauen schlimme Verletzungen zufügten, indem sie die Hand zu tief in den Unterleib bohrten oder die Scheidenöffnung auseinander rissen, um dem Kind den Weg zu öffnen.

Bald ließ Oswald seine rechte Hand über ihren filzigen Umhang wandern. Das Mädchen erstarrte vor Schreck. In ihrer Angst zog sie das Pferd so heftig an der Mähne, dass es scheute und Oswald beide Hände brauchte, um es wieder unter Kontrolle zu bringen. Hastig drehte sie sich zu ihm um. »Können wir nicht wenigstens im Dorf Bescheid sagen, damit Pater Johannes zu meiner Mutter geht? « Ludolf schloss zu ihnen auf. »Was will die Kleine? «, rief er anzüglich grinsend herüber. Die Bewegung des anderen war ihm nicht entgangen.

Die Kammer war abgedunkelt, wie bei einer Entbindung üblich, stickig und voller Rauch. Irmhild lag wimmernd unter dicken Decken und Fellen auf ihrer Bettstatt, umgeben von mehreren Frauen, die Marthe ebenso skeptisch wie neugierig ansahen. Am Fenster stand der verlegen dreinblickende Burgkaplan, ein hagerer alter Mann mit eisgrauem Haar. Rasch entschied Marthe, was zu tun war. �Dies hier ist Frauensache. Seid so gut und lasst die Herrin nun allein, Vater. Aber ich bitte Euch, helft ihr mit Euren Gebeten«, sagte sie.

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