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By Werner Jaeger

Übersetzt von Walther Eltester; der Titel der Originalausgabe: Early Christianity and Greek paideia

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Verstand sich doch die Religion mit den Symbolen der Incarnation und des Ecce homo unter dem Zwang der geschichtlichen Logik. Gewisse Grundbegriffe, sozusagen die ideae mnatae der Griechen, erlebten durch sie eine Wiedergeburt. Sie gewannen neue Stärke und Selbstsicherheit an Stelle des äußeren Anscheins von Verfall und radikaler Veränderung. Aber auch für das Christentum bedeutete die schöpferische Berührung mit den bleibenden Ideen der griechischen Überlieferung eine Festigung in der Überzeugung von seiner eigenen Universalität (Katholizität).

Die Christen nahmen ihrerseits an, daß des Menschen Wille nicht mehr so frei war, wie er es gewesen, als er vollkommen aus der Hand des Schöpfers hervorging. Aber sie konnten andererseits nicht zugeben, es sei, selbst nachdem durch den Fall Adams die Reinheit seiner Natur verdun48 Brought to you by | Universität Osnabrück Authenticated Download Date | 2/13/16 11:00 PM kelt worden war, unmöglich für ihn geworden, zwischen gut und böse zu wählen und sich für das Gute zu entscheiden. Origenes hat den Menschen als sittlich frei handlungsfähig konzipiert.

Es war unentbehrlich insbesondere für die Erörterung der religiösen Frage, weil die Philosophie in dieser Zeit für die Griechen die Aufgabe der natürlichen Theologie übernommen hatte16. Aristoteles hatte im Gefolge der entschiedenen Neigungen des späten Plato seine „erste Philosophie" als Theologie entworfen17. Aber der Ansatz zur philosophischen Religion, getrennt von Physik und Kosmologie, ist im griechischen Denken, mehr oder weniger entwickelt, seit den Anfängen da gewesen18. Seitdem Aristoteles ihren Primat erklärt hatte, kann sie in jedem System der griechischen Philosophie, dem platonischen, stoischen, ja auch dem epikureischen, mit alleiniger Ausnahme der Skeptiker, gefunden werden.

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